Eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp kostet in Passau schlüsselfertig 12.000 bis 18.000 Euro, mit Stromspeicher 18.000 bis 27.000 Euro. In Niederbayern liegt der Jahresertrag bei rund 1.000 bis 1.100 Kilowattstunden je installiertem Kilowatt-Peak – ein guter Wert im bundesweiten Vergleich. Geplant sind Planung, Montage, Elektroanschluss, Anmeldung beim Netzbetreiber und Inbetriebnahme.
Was macht ein Solarteur?
„Solarteur“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung, sondern beschreibt Betriebe, die Photovoltaikanlagen planen und errichten. Fachlich verbinden sie zwei Gewerke: Die Montage auf dem Dach berührt das Dachdeckerhandwerk, der Anschluss ans Hausnetz und ans öffentliche Netz das Elektrohandwerk. Der elektrische Teil darf ausschließlich von einem Betrieb ausgeführt werden, der beim Netzbetreiber im Installateurverzeichnis eingetragen ist.
Ein sorgfältiger Betrieb prüft vor jedem Angebot vier Dinge: Zustand und Statik des Dachs, Ausrichtung und Verschattung, Kapazität des Zählerschranks und den tatsächlichen Stromverbrauch im Haushalt. Wer eine Anlage ohne Verbrauchsanalyse dimensioniert, verkauft entweder zu groß oder zu klein.
Unsere Leistungen rund um Photovoltaik
- Planung und Auslegung – Ertragsprognose auf Basis von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Ihrem Verbrauchsprofil.
- Montage der Module – Aufdachmontage auf Ziegel-, Blech- und Flachdächern; Durchdringungen fachgerecht eingedichtet.
- Wechselrichter und Elektroanschluss – Installation, Absicherung, Einbindung in den Zählerschrank.
- Stromspeicher – Auslegung und Installation – Größe abgestimmt auf Ihren Verbrauch, nicht auf die Anlagengröße.
- Anmeldung und Inbetriebnahme – Netzbetreiber, Marktstammdatenregister, Zählerwechsel.
- Wallbox-Anbindung – Laden mit Solarstrom, Überschussladen, Lastmanagement.
- Erweiterung bestehender Anlagen – Speichernachrüstung, Modulergänzung, Wechselrichtertausch.
- Wartung und Störungsbehebung – Ertragskontrolle, Reinigung, Fehlersuche bei Ertragseinbrüchen.
Was kostet Photovoltaik in Passau?
Die Preise verstehen sich schlüsselfertig einschließlich Montage, Wechselrichter, Elektroanschluss und Anmeldung. Ein Gerüst kann bei steilen oder hohen Dächern hinzukommen. Speicher werden nach nutzbarer Kapazität gerechnet – als Faustregel gilt etwa eine Kilowattstunde Speicher pro 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch.
| Anlagengröße | Preis schlüsselfertig | mit Speicher | Jahresertrag in Niederbayern |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 7.500 – 11.000 € | 12.000 – 17.000 € | ca. 5.000 – 5.500 kWh |
| 10 kWp | 12.000 – 18.000 € | 18.000 – 27.000 € | ca. 10.000 – 11.000 kWh |
| 15 kWp | 17.000 – 25.000 € | 24.000 – 35.000 € | ca. 15.000 – 16.500 kWh |
| 20 kWp | 22.000 – 32.000 € | 30.000 – 43.000 € | ca. 20.000 – 22.000 kWh |
Unverbindliche Markt- und Orientierungswerte für Passau und Niederbayern, Stand 2026, Bruttopreise einschließlich Umsatzsteuer. Es handelt sich nicht um Preise eines aktuell angebotenen eigenen Handwerkerservices. Maßgeblich ist immer das schriftliche Angebot des ausführenden Betriebs.
Zur Wirtschaftlichkeit gehört mehr als der Anschaffungspreis: Eigenverbrauchsquote, Einspeisevergütung, Strompreisentwicklung und Finanzierung. Wir sagen Ihnen keine Amortisation auf das Jahr genau zu – stattdessen legen wir die Annahmen unserer Rechnung offen.
So läuft ein Photovoltaikprojekt ab
- Anfrage mit Dach- und Verbrauchsdaten
Dachform, Ausrichtung, ungefähre Fläche, Baujahr, Jahresstromverbrauch in Kilowattstunden.
- Ortstermin
Dachzustand, Statik, Verschattung, Zählerschrank, Leitungswege. Ein Angebot ohne Ortstermin ist kein belastbares Angebot.
- Angebot mit Ertragsprognose
Modulzahl und -typ, Wechselrichter, Speicher, Montagesystem, Ertragsrechnung mit offengelegten Annahmen.
- Anmeldung beim Netzbetreiber
Übernehmen wir; vor Inbetriebnahme erforderlich.
- Montage
Ein bis drei Tage für ein Einfamilienhaus, je nach Größe und Dach.
- Inbetriebnahme und Registrierung
Zählerwechsel, Eintragung im Marktstammdatenregister, Einweisung in die Anlagenüberwachung.
Photovoltaik in Passau: was besonders ist
Die Einstrahlung in Niederbayern ist gut – deutlich besser als in Norddeutschland. Wer in Passau, Vilshofen oder Deggendorf ein Süddach mit 30 bis 35 Grad Neigung hat, erreicht Erträge um 1.000 bis 1.100 Kilowattstunden je Kilowatt-Peak. Auch Ost-West-Anlagen lohnen sich: Sie liefern zwar weniger Gesamtertrag, dafür gleichmäßiger über den Tag verteilt, was die Eigenverbrauchsquote erhöht.
Ein Passauer Sonderthema ist der Denkmalschutz. In der Altstadt und in Ensembleschutzbereichen sind Anlagen auf straßenseitigen Dachflächen in der Regel nicht genehmigungsfähig; auf rückwärtigen, nicht einsehbaren Flächen ist häufig etwas möglich. Das klären wir mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, bevor wir ein Angebot machen.
Der zweite Punkt betrifft den Dachzustand. Eine Photovoltaikanlage bleibt 25 bis 30 Jahre auf dem Dach. Steht in fünf Jahren eine Sanierung an, planen wir beides zusammen – Abbau und Wiederaufbau kosten sonst mehrere tausend Euro. Weil wir auch Dacharbeiten ausführen, lässt sich das in einem Ortstermin beurteilen. Bei Hochwasserlagen gilt für Wechselrichter und Speicher dasselbe wie für die Heizung: nicht in überflutungsgefährdete Kellerräume.
Warum Photovoltaik bei uns
Geplant ist die Ausführung durch einen Fachbetrieb mit eigenen Leuten und festen Partnerhandwerkern aus der Region – kein wechselndes Subunternehmerkarussell. Sie haben einen Ansprechpartner, der das Vorhaben von der Aufnahme bis zur Abnahme begleitet, und einen Terminplan, der auch dann noch stimmt, wenn mehrere Gewerke beteiligt sind.
Angebote erstellen wir nach einem Ortstermin und mit aufgeschlüsselten Positionen: Material, Arbeitszeit, Nebenleistungen. Was nicht enthalten ist, steht ebenfalls drin. Und wenn wir etwas nicht selbst ausführen, sagen wir das – statt es irgendwie zu lösen.
- Ein Ansprechpartner – von der Anfrage über das Angebot bis zur Abnahme.
- Alle Gewerke aus einer Hand – so ist es geplant – Koordination inklusive, ohne dass Sie Termine zwischen Firmen abstimmen.
- Feste Preise im Angebot – aufgeschlüsselt nach Positionen, keine Überraschungen auf der Schlussrechnung.
- Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitslohn – Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit nach § 35a EStG.
- Auch kleine Aufträge – Reparaturen und Einzelarbeiten nehmen wir ausdrücklich an.
Erst das Dach, dann die Module
Der wichtigste Schritt vor einer Photovoltaikanlage findet auf dem Dach statt, nicht am Rechner: Zustand der Eindeckung, Tragfähigkeit der Lattung, Beschaffenheit der Unterkonstruktion. Wer eine Anlage auf ein sanierungsreifes Dach setzt, zahlt später zweimal.

Photovoltaik Passau – häufige Fragen
Lohnt sich Photovoltaik in Niederbayern?
Ja. Mit rund 1.000 bis 1.100 Kilowattstunden Jahresertrag je Kilowatt-Peak liegt die Region im oberen Mittelfeld. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist aber weniger der Ertrag als die Eigenverbrauchsquote – je mehr des erzeugten Stroms Sie selbst nutzen, desto schneller rechnet sich die Anlage.
Wie groß sollte die Anlage sein?
Als Orientierung: etwa ein Kilowatt-Peak je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch, plus Reserve für Wärmepumpe und Elektroauto. Bei einem Verbrauch von 4.500 Kilowattstunden ist eine Anlage mit 8 bis 10 kWp meist sinnvoll. Die Dachfläche begrenzt das Ganze nach oben.
Brauche ich einen Stromspeicher?
Ein Speicher erhöht die Eigenverbrauchsquote deutlich, verlängert aber die Amortisationszeit. Sinnvoll ist er vor allem bei hohem Abendverbrauch, Wärmepumpe oder Elektroauto. Als Faustregel gilt eine Kilowattstunde nutzbare Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch – deutlich größere Speicher stehen den Großteil des Jahres ungenutzt.
Ist Photovoltaik in der Passauer Altstadt möglich?
Auf straßenseitigen Dachflächen in Denkmal- und Ensembleschutzbereichen in der Regel nicht. Auf rückwärtigen, nicht einsehbaren Flächen ist oft etwas möglich, teilweise mit Auflagen zu Modulfarbe und Anordnung. Klären Sie das früh mit der Unteren Denkmalschutzbehörde.
Wie lange dauert die Montage?
Ein bis drei Tage für ein Einfamilienhaus. Der Vorlauf ist länger: Planung, Angebot, Anmeldung beim Netzbetreiber, Lieferzeiten und Zählerwechsel summieren sich meist auf mehrere Wochen bis Monate.
Was passiert bei Stromausfall?
Eine Standardanlage schaltet sich bei Netzausfall ab – aus Sicherheitsgründen für die Arbeiten am Netz. Wer weiter Strom nutzen will, braucht eine Notstrom- oder Ersatzstromfunktion; das muss bei Speicher und Wechselrichter von Anfang an mitbestellt werden und kostet extra.
Muss die Anlage angemeldet werden?
Ja, beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister. Beides übernimmt üblicherweise der ausführende Betrieb; fragen Sie im Angebot nach, ob es enthalten ist. Ohne Anmeldung darf die Anlage nicht in Betrieb gehen.
Was ist mit dem Dach unter den Modulen?
Fachgerecht montiert schützen Module die Eindeckung sogar. Kritisch sind die Durchdringungen für die Dachhaken – sie müssen so eingedichtet werden, dass die wasserführende Ebene intakt bleibt. Das ist die häufigste Fehlerquelle bei Aufdachanlagen und ein guter Prüfpunkt beim Angebotsvergleich.
Angebot für Ihre Solaranlage anfordern
Nennen Sie Dachform, Ausrichtung, ungefähre Fläche und Ihren Jahresstromverbrauch. Damit lässt sich eine erste Auslegung abschätzen. Ihre Anfrage wird vorgemerkt; wir melden uns zum Start.


