Website im Aufbau · Ratgeber und Kostenorientierung für Passau, den Landkreis und NiederbayernAnfragen nur über das Formular · unverbindliche Vormerkung
Handwerker Passau – Handwerksbetrieb für Passau, Landkreis und Niederbayern

Hinweis: Diese Website befindet sich im Aufbau. Es werden derzeit keine Handwerksleistungen angeboten oder ausgeführt und keine Aufträge angenommen. Anfragen werden unverbindlich vorgemerkt.

Jetzt vormerken
Start/Magazin/Fassade dämmen: Kosten
Magazin

Fassade dämmen: Kosten je Quadratmeter 2026

Die Fassade ist die größte Fläche eines Hauses und damit der größte Wärmeverlust – aber nicht immer die wirtschaftlichste Maßnahme. Diese Übersicht zeigt, wann sich welche Dämmart rechnet.

Fassadenarbeiten an einem Wohnhaus in Passau – Anbringen der Dämmung mit Gerüst
KI-generiertes Symbolbild

Eine Fassadendämmung kostet 2026 in Passau und Niederbayern 130 bis 240 Euro je Quadratmeter Fassadenfläche als Wärmedämmverbundsystem. Für ein Einfamilienhaus mit 160 Quadratmetern Fassade bedeutet das 21.000 bis 38.000 Euro inklusive Gerüst und Anstrich. Deutlich günstiger sind Einblasdämmung ins zweischalige Mauerwerk mit 25 bis 55 Euro und die Dämmung der Kellerdecke mit 25 bis 45 Euro je Quadratmeter. Wer den Einstieg sucht, beginnt bei diesen beiden – sie haben die kürzeste Amortisationszeit im gesamten Sanierungskatalog.

Die Dämmarten im Kostenvergleich

Nicht jede Wand verträgt jede Dämmung. Der Wandaufbau entscheidet, welche Verfahren überhaupt in Frage kommen – deshalb steht der Bestand vor dem Preisvergleich.

Dämmarten, Kosten und Eignung 2026
VerfahrenKosten je m²DämmwirkungGeeignet für
Kellerdecke dämmen25 – 45 €gering, aber sofort spürbarfast jedes Haus mit Keller
Oberste Geschossdecke20 – 40 €hoch je Euroungenutzter Dachboden
Einblasdämmung Hohlschicht25 – 55 €gutzweischaliges Mauerwerk ab etwa 1960
WDVS mit EPS130 – 195 €sehr hochEin- und Mehrfamilienhäuser ohne Zierfassade
WDVS mit Mineralwolle155 – 240 €sehr hochhöhere Brandschutzanforderungen
Vorhangfassade hinterlüftet210 – 380 €sehr hochschlagregenreiche Lagen, Gestaltungswunsch
Innendämmung mineralisch85 – 165 €mittelDenkmalschutz, Einzelräume
Dämmputz70 – 130 €geringDenkmalschutz mit Auflagen

Unverbindliche Markt- und Orientierungswerte für Passau und Niederbayern, Stand 2026, Bruttopreise einschließlich Umsatzsteuer. Es handelt sich nicht um Preise eines aktuell angebotenen eigenen Handwerkerservices. Maßgeblich ist immer das schriftliche Angebot des ausführenden Betriebs.

Kellerdecke zuerstist die Regel, die am häufigsten übersehen wird. Mit 25 bis 45 Euro je Quadratmeter, einem Arbeitstag und ohne Gerüst ist sie die Maßnahme mit der kürzesten Amortisationszeit im ganzen Sanierungskatalog – und der einzigen, die man an einem Wochenende spürt.Grundlage: Kostenvergleich üblicher Dämmmaßnahmen an Bestandsgebäuden. Zuletzt geprüft: 7. August 2026.

Was im Preis eines Wärmedämmverbundsystems steckt

Bei einem WDVS ist die Dämmplatte der kleinere Teil der Rechnung. Die folgenden Positionen machen die Summe – und sind der Grund, weshalb ein Angebot ohne Aufschlüsselung nicht vergleichbar ist.

Einzelpositionen Wärmedämmverbundsystem
PositionAnteilKosten je m²
Gerüst inkl. Standzeit8 – 14 %12 – 26 €
Untergrundvorbereitung5 – 12 %8 – 24 €
Dämmplatten Material18 – 26 %25 – 52 €
Kleben und Dübeln14 – 20 %20 – 40 €
Armierung und Gewebe12 – 16 %17 – 32 €
Oberputz12 – 18 %17 – 36 €
Anstrich6 – 10 %9 – 20 €
Details: Fensterbänke, Rollladen, Sockel10 – 16 %14 – 32 €

Unverbindliche Markt- und Orientierungswerte für Passau und Niederbayern, Stand 2026, Bruttopreise einschließlich Umsatzsteuer. Es handelt sich nicht um Preise eines aktuell angebotenen eigenen Handwerkerservices. Maßgeblich ist immer das schriftliche Angebot des ausführenden Betriebs.

Der letzte Punkt ist der, an dem Angebote auseinandergehen. Fensterbänke müssen verlängert, Rollladenkästen angepasst, Dachüberstände geprüft, Sockelanschlüsse und Attiken neu gelöst werden. Wer diese Positionen im Angebot nicht findet, findet sie später auf der Rechnung.

Wann sich Fassadendämmung rechnet – und wann nicht

Eine ehrliche Rechnung braucht drei Zahlen: die Kosten, die Einsparung und die Restnutzungsdauer des Bauteils. Bei einer Fassade, die ohnehin neu verputzt und gestrichen werden muss, verändert sich das Bild grundlegend: Gerüst, Untergrundvorbereitung und Anstrich fallen dann sowieso an. Die eigentlichen Mehrkosten der Dämmung liegen dann nur bei 70 bis 120 Euro je Quadratmeter statt bei 130 bis 240.

Deshalb gilt: Wer eine intakte Fassade allein zur Energieeinsparung dämmen lässt, rechnet mit Amortisationszeiten von 18 bis 30 Jahren. Wer die Dämmung mit einer fälligen Fassadensanierung verbindet, kommt auf 9 bis 15 Jahre. Der richtige Zeitpunkt ist also nicht der, an dem die Heizkosten stören, sondern der, an dem die Fassade fällig ist.

  • Sinnvoll: Fassade ohnehin sanierungsbedürftig, Putz rissig oder hohl, Anstrich kreidend.
  • Sinnvoll: Zweischaliges Mauerwerk mit Hohlschicht – Einblasdämmung ist so günstig, dass sie sich fast immer rechnet.
  • Zurückhaltend: Fassade in gutem Zustand, weniger als 15 Jahre alt.
  • Zurückhaltend: Gebäude mit Zierfassade, Gesimsen, Fensterfaschen – hier zerstört ein WDVS den Charakter, und Innendämmung ist die sachlich richtige, aber aufwendigere Antwort.
  • Erst prüfen: Wenn die Heizung ohnehin ersetzt wird. Manchmal ist der bessere erste Schritt die Anlage, nicht die Hülle.

Denkmalschutz in Passau: was möglich ist

In der Altstadt, in Teilen der Innstadt und in weiteren Ensembleschutzbereichen ist eine Außendämmung in der Regel nicht zulässig – zu Recht, denn sie verändert Proportionen, Fensterlaibungen und Gesimse. Was bleibt, ist nicht wenig:

Innendämmung mit kapillaraktiven Systemen. Kalziumsilikat- oder Holzfaserplatten mit 40 bis 80 Millimetern, mineralisch verputzt. Sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab – anders als eine dampfdichte Konstruktion, die im Altbau regelmäßig Schäden verursacht. Kosten 85 bis 165 Euro je Quadratmeter. Wichtig ist die Ausführung an den Anschlüssen: Innenwände, Deckenauflager und Fensterlaibungen müssen mitgedämmt werden, sonst entstehen genau dort Wärmebrücken mit Tauwasserausfall.

Dämmputz. 20 bis 60 Millimeter, optisch unauffällig, denkmalverträglich, aber mit deutlich geringerer Wirkung. Wo mehr nicht geht, ist er die richtige Wahl – nicht als Ersatz für eine echte Dämmung, sondern als Verbesserung des Bestands.

Die Bauteile, die niemand sieht. Kellerdecke, oberste Geschossdecke, Heizungsrohre im unbeheizten Bereich, Rollladenkästen. Hier ist auch bei strengstem Denkmalschutz meist alles erlaubt – und hier liegt oft mehr Einsparpotenzial als in der Fassade.

Was in Ihrem Fall zulässig ist, entscheidet die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Passau. Das Gespräch gehört an den Anfang der Planung.

Die vier häufigsten Fehler

  1. Wärmebrücken stehen lassen

    Balkonplatten, Rollladenkästen, Fensterlaibungen, Sockelanschluss. Eine gedämmte Fläche mit ungedämmten Anschlüssen verlagert das Feuchteproblem an die kälteste Stelle im Raum.

  2. Lüftung nicht mitdenken

    Nach der Dämmung ist das Haus dichter. Ohne angepasstes Lüftungsverhalten oder eine Lüftungsanlage steigt die Raumluftfeuchte – die häufigste Ursache für Schimmel nach einer Sanierung. Mehr dazu unter Schimmel in der Wohnung.

  3. Zu dünn dämmen

    Der Unterschied zwischen 100 und 160 Millimetern Dämmstärke kostet 8 bis 15 Euro je Quadratmeter, verändert die Wirkung aber deutlich. Da Gerüst und Arbeit gleich bleiben, ist Sparen an der Stärke der schlechteste Sparposten.

  4. Förderung zu spät beantragen

    Die Reihenfolge zwischen Antrag und Beauftragung ist bei den meisten Programmen bindend. Wer erst beauftragt, verliert den Zuschuss – prüfen Sie die aktuellen Bedingungen bei der Förderstelle.

Klima und Wetter in Niederbayern

Zwei Punkte, die in überregionalen Ratgebern fehlen. Erstens die Schlagregenbelastung: Die Westseiten in Passau und im Bayerischen Wald liegen in einer Region mit hoher Niederschlagsmenge. Bei stark beanspruchten Fassaden ist eine hinterlüftete Vorhangfassade trotz höherer Kosten die dauerhaftere Lösung als ein WDVS mit reinem Oberputz. Zweitens die Frostwechselzahl: Deutlich mehr Wechsel um den Gefrierpunkt als im Flachland belasten Putzoberflächen. Das spricht für mineralische Oberputze und gegen die günstigsten Kunstharzsysteme – ein Unterschied von etwa 6 bis 12 Euro je Quadratmeter, der sich über die Standzeit mehrfach bezahlt.

Ein dritter regionaler Punkt betrifft die Sockelzone in hochwassernahen Lagen. In Ilzstadt, Innstadt und an der Donaulände sollte der Sockel mit druckwasserfesten, nicht saugenden Dämmstoffen ausgeführt werden – nicht mit dem Material der Regelfläche.

Häufige Fragen

Fassadendämmung – häufige Fragen

Was kostet es, ein Einfamilienhaus zu dämmen?

Bei 160 Quadratmetern Fassadenfläche 21.000 bis 38.000 Euro für ein Wärmedämmverbundsystem inklusive Gerüst, Putz und Anstrich. Mit Einblasdämmung bei zweischaligem Mauerwerk nur 4.000 bis 8.800 Euro. Kellerdecke und oberste Geschossdecke liegen bei 20 bis 45 Euro je Quadratmeter.

Welche Dämmung ist die günstigste?

Die Dämmung der obersten Geschossdecke mit 20 bis 40 Euro je Quadratmeter und die Kellerdecke mit 25 bis 45 Euro. Beide brauchen kein Gerüst, sind an einem bis zwei Tagen erledigt und haben die kürzeste Amortisationszeit. Bei zweischaligem Mauerwerk kommt die Einblasdämmung mit 25 bis 55 Euro hinzu.

Lohnt sich Fassadendämmung überhaupt?

Wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss, ja: Die Mehrkosten der Dämmung amortisieren sich dann in etwa 9 bis 15 Jahren, weil Gerüst, Untergrundvorbereitung und Anstrich sowieso anfallen. Bei intakter Fassade allein zur Energieeinsparung liegen die Amortisationszeiten bei 18 bis 30 Jahren.

Ist Dämmung im Denkmalschutz möglich?

Außendämmung in der Regel nicht. Möglich sind Innendämmung mit kapillaraktiven Systemen wie Kalziumsilikat- oder Holzfaserplatten, Dämmputz sowie alle nicht sichtbaren Bauteile: Kellerdecke, oberste Geschossdecke, Rohrleitungen. Was zulässig ist, entscheidet die Untere Denkmalschutzbehörde.

Führt Dämmung zu Schimmel?

Nicht die Dämmung selbst, sondern zwei Fehler: ungedämmte Anschlüsse, an denen die Wandoberfläche kalt bleibt, und unverändertes Lüftungsverhalten in einem dichteren Haus. Eine flächig und detailrichtig ausgeführte Dämmung erhöht die Oberflächentemperatur der Wand und senkt das Schimmelrisiko.

Wie dick muss die Dämmung sein?

Für die Fördervoraussetzungen sind Wärmedurchgangswerte maßgeblich, nicht Zentimeter. In der Praxis bedeutet das bei üblichen Dämmstoffen 140 bis 180 Millimeter an der Fassade, 160 bis 240 Millimeter am Dach. Da Gerüst und Arbeit unabhängig von der Stärke anfallen, ist Sparen an der Dicke unwirtschaftlich.

Wird Fassadendämmung gefördert?

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle sind grundsätzlich förderfähig, wenn die technischen Mindestanforderungen erfüllt und der Antrag vor der Beauftragung gestellt wird. Häufig ist zusätzlich die Einbindung einer Energieberatung erforderlich. Fördersätze und Bedingungen ändern sich – prüfen Sie den Stand bei der Förderstelle.

Wie lange hält ein Wärmedämmverbundsystem?

Bei fachgerechter Ausführung 40 bis 50 Jahre für den Dämmaufbau. Der Oberputz und der Anstrich sind die Verschleißschicht: Anstrich nach 12 bis 20 Jahren, Oberputz nach 25 bis 35 Jahren. In schlagregenreichen und frostwechselreichen Lagen wie Niederbayern liegen diese Werte am unteren Rand.

Anfrage stellen

Fassade begutachten lassen

Kostenrahmen sind Orientierung – verbindlich ist unser Angebot nach dem Ortstermin. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben, wir melden uns mit einer Einschätzung.

Unverbindliche VormerkungHandwerker aus der RegionKeine Weitergabe an Dritte ohne Ihre Freigabe
Steinmetzarbeiten am Domplatz in Passau – Instandsetzung historischer Fassadendetails
KI-generiertes Symbolbild

Unverbindlich vormerken

Wir merken Ihre Anfrage unverbindlich vor und melden uns, sobald die Website startet und Anfragen bearbeitet werden. Ein Vertrag kommt dadurch nicht zustande.

Gewünschte Leistung *
Mehrfachauswahl möglich – einfach mehrere Kästchen antippen.

Ihre Anfrage wird unverbindlich vorgemerkt. Wir melden uns, sobald die Website startet und Anfragen bearbeitet werden.

Verantwortlich für diesen Inhalt

Logo Handwerker Passau – Handwerksbetrieb für Passau und Niederbayern
Jürgen Kronawitter

Inhaber BavariaConnect, Passau · verantwortlich für Inhalt und Redaktion nach § 18 Abs. 2 MStV.
Veröffentlicht am 6. August 2026 · zuletzt geprüft am 6. August 2026